Diese Dinge sollten Sie klären:

Jedem ist klar, dass irgendwann der Zeitpunkt da ist, dass man entweder selbst stirbt, oder ein geliebter Angehöriger. Leider schiebt man dieses Thema immer vor sich her. Eigentlich sollte man sich mit seinen Angehörigen zu Lebzeiten gründlich über den „Ernstfall“ unterhalten.

Denken Sie immer daran, man muss nicht unbedingt schwer krank sein, um plötzlich aus dem Leben zu scheiden. Ebenso kann es jederzeit einen Ihrer Lieben treffen. Um vor diesem Moment keine Angst haben zu müssen, ist es absolut sinnvoll, sich im Vorfeld über dieses schwere Thema zu unterhalten.

Um alle Wünsche der oder des Verstorbenen erfüllen zu können, sollte man Diese auch ganz genau kennen.

Besprechen Sie auf jeden Fall, welche Bestattungsform der oder die Verbliche sich wünscht. Schauen Sie im Vorfeld, dass die Angaben so genau wie möglich sind. Denn wenn der Todesfall erst einmal eingetreten ist, hat man mit Sicherheit nicht die Nerven und die Konzentration um alle Wünsche des/der Verstorbenen zu berücksichtigen.

Ebenso sollten Sie für den Fall Ihres Ablebens auch sämtliche Wünsche in einer Bestattungsverfügung festhalten, so können Sie auch nach Ihrem Tod sicher sein, dass Ihre Wünsche erfüllt werden. Halten Sie Ihre Wünsche am Besten in schriftlicher Form in einer Bestattungsverfügung fest.

Diese Punkte sollten in einer Bestattungsverfügung enthalten sein:

  • Überschrift „Bestattungsverfügung“, „So wünsche ich mir meine Bestattung“ oder „Wünsche für meine Beerdigung“.
  • Ihr Name, Geburtsdatum und Anschrift.
  • Wer ist für Sie fürsorgeberechtigt und soll sich um die Bestattung kümmern?
  • Welche Bestattungsart wünschen Sie sich: Erd- oder Feuerbestattung usw.?
  • Welchen Bestattungsort wünschen Sie sich.
  • Möchten Sie einen Grabstein mit Namen oder wünschen Sie sich eine anonyme Grabstätte?
  • Welche Musikwünsche haben Sie für Ihre Beerdigung?
  • Welchen Blumenschmuck wünschen Sie sich?
  • Soll ein/e Pfarrer/in Ihre Beerdigung begleiten? Wenn ja, welche Punkte Ihres Lebens möchten Sie bei Ihrer Beerdigung erwähnt haben?
  • Wünschen Sie eine Aufbahrung in der Aussegnungshalle?
  • Möchten Sie bei der Trauerfeier ein Bild von sich vor dem Sarg oder der Urne stehen haben?
  • Haben Sie besondere Wünsche für die Dankeskarte der Kondolenz-Karten?
  • Soll Ihre Todesanzeige in der Zeitung erscheinen?

Hier können Sie sich eine formlose Liste für Ihre Bestattungswünsche herunterladen und ausdrucken.

Welche Bestattungsart wähle ich?

Um die Wahl der Bestattungsart zu erleichtern, erklären wir hier die in Deutschland gängigsten Beerdigungsmethoden:

Die Erdbestattung

Beisetzung des Leichnams in einem Sarg. Der Sarg wird je nach Wunsch individuell ausgestattet.

Hier gibt es vielfältige Möglichkeiten. Die Kleidung für den Verstorbenen können entweder die Angehörigen beim Bestatter abgeben, oder man sucht beim Bestatter ein Totengewandt aus. Der Sarg wird vom Bestatter stilvoll mit Kissen und Decke ausgestattet. Die Einzelheiten hierzu erfragen Sie am Besten bei Ihrem zuständigen Bestatter.

Die Feuerbestattung

Bei der Feuerbestattung wird der Leichnam in einem Sarg in ein Krematorium überführt. Nach der Einäscherung wird die Asche in einer von den Hinterbliebenen ausgesuchten Urne an den zuständigen Friedhof zur Beisetzung überführt. Auch hierbei hilft Ihnen Ihr Bestatter.

Wer sich vorab noch einmal von seinem/er Verblichenen verabschieden möchte, kann mit seinem zuständigen Bestatter eine Aufbahrung vor der der Einäscherung veranlassen.

Die Seebestattung

In Deutschland kann die Asche der/des Verstorbenen auch auf See (Nord- oder Ostsee) bestattet werden. Bei dieser Bestattungsform erhalten die Hinterbliebenen die Koordinaten der Stelle, an der die Urne in der See beigesetzt wurde.

Baum-/Waldbestattung

Bei der Baum- oder auch Waldbestattung wird die Urne im Wurzelbereich eines (zu Lebzeiten) ausgewählten Baumes beigesetzt.

Meistens bieten Waldfriedhöfe, aber auch immer mehr klassische Friedhöfe diese Bestattungsform an. Über die genauen Optionen einer Waldbestattung können Sie sich bei Ihrem Bestatter informieren.

Anonyme Bestattung/Namenlose Bestattung

Manche Verstorbene wünschen sich ausdrücklich eine anonyme Bestattung. Hier wird auf einen Grabstein sowie eine Namensnennung des Verstorbenen verzichtet. Meistens sind bei dieser Art der Beisetzung keine Teilnehmer erlaubt. Diese Bestattungsarte ist eine Feuerbestattung und wird meist als Beisetzung einer Urne ins Erdreich absolviert. Die Kosten für die Trauerfeier, den Grabstein und die Grabpflege entfallen hier. Bei dieser Bestattungsart dürfen normalerweise keine Trauernden teilnehmen. Doch selbst bei dieser Bestattungsform ist es möglich eine Trauerfeier abzuhalten. Manche Bestattungsinstitute bieten eine eigene Trauerfeier für den Verstorbenen an.

Denken Sie also daran, formulieren Sie Ihre Wünsche so genau wie möglich.

Ihre Angehörigen werden es Ihnen danken!